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16. 12. 2016

HAMBURG ENERGIE untersucht Speicherpotenziale für Ökostrom und vernetzt Verbund virtueller Kraftwerke

Hamburgs städtischer Energieversorger HAMBURG ENERGIE bringt sich mit mehreren Teilprojekten im Projekt NEW 4.0 – Norddeutsche Energiewende ein. Gemeinsam mit insgesamt 38 Partnern soll in diesem länderübergreifenden Großprojekt zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein in den kommenden vier Jahren gezeigt werden, wie die Gesamtregion mit 4,5 Millionen Einwohnern bereits 2035 zu 100 Prozent sicher und zuverlässig mit regenerativem Strom versorgt werden kann. HAMBURG ENERGIE widmet sich dabei zum einen der Frage, wie regenerativ erzeugter Strom zwischengespeichert werden kann. Zum anderen entwickelt HAMBURG ENERGIE ein Steuerungssystem, das bestehende virtuelle Kraftwerke digital vernetzt. Damit sollen die Anforderungen von Erzeugung und Bedarfen künftig optimal auf einander abgestimmt und die erforderliche Systemstabilität erreicht werden.

Das große Manko der Erneuerbaren Energien ist zurzeit noch deren Volatilität: Wind und Sonne sind nicht planbar verfügbar. HAMBURG ENERGIE geht diese Herausforderung in NEW 4.0 systematisch an: In einem von drei Teilprojekte untersucht Hamburgs städtischer Energieversorger, wie regenerativ erzeugter Strom zu Wärme und bei Bedarf zurück in Strom verwandelt werden kann. Dabei nutzt HAMBURG ENERGIE Erkenntnisse, die im Förderprojekt „Future Energy Solution“ gesammelt werden und überträgt sie auf einen theoretischen Einsatz für das gesamte NEW 4.0-Gebiet. In einem weiteren Teilprojekt entwickelt HAMBURG ENERGIE ein Konzept für die Flexibilisierung der Elektrizitätsnachfrage mit Hilfe von Stromspeicherheizungen. Im dritten Teilprojekt erforscht HAMBURG ENERGIE ein digitales Steuerungssystem (IKT-Plattform), das es ermöglichen soll, bestehende Virtuelle Kraftwerke zu bündeln. Ziel ist es, ein großes virtuelles Verbundkraftwerk zu entwickeln, das einen stabilen Betrieb von Energiesystemen ermöglicht, die zu 100 Prozent auf Erneuerbare Energien setzen. Dazu sind Anwendungen und Datenströme mit verschiedensten Marktteilnehmern, wie z.B. Netzbetreibern, Speicherbetreibern, anderen Kraftwerksverbünden zu bündeln und mit dem Strommarkthandel abzugleichen.

NEW 4.0 wird die Kernherausforderungen der Energiewende mit einer Doppelstrategie lösen: Die Steigerung des Stromexports in andere Regionen durch effiziente Nutzung und Ausbau der Energieinfrastruktur sowie innovative Netztechnologien in der Region, ferner durch die Erhöhung der energetischen Selbstverwertungsquote für regionale, regenerative Erzeugungspotenziale mit Hilfe konsequenter Sektorenkopplung.

Das Projekt legt den Entwicklungspfad zu dem Ziel, die Region bereits 2025 zu 70 Prozent sicher und zuverlässig mit regenerativem Strom zu versorgen. Gleichzeitig soll regenerativ erzeugter Strom sukzessive für die Wärmeversorgung und für industrielle Prozesse, die bislang mit fossilen Energien wie Gas betrieben wurden, verwendet werden: Aus der “Stromwende” soll in Schleswig-Holstein und Hamburg eine Energiewende werden. Hierbei kommen verschiedene Speicher, Technologien wie Power-to-Heat, Power-to-Gas und neue Systeme in industriellen Prozessen (Power-to-Product) zum Einsatz. Zudem soll die marktorientierte Integration mithilfe weiterentwickelter Marktregeln auf Basis einer regulatorischen „Experimentierklausel“ erprobt werden: Die Ergebnisse zur Wirksamkeit eines zukünftigen Rechtsrahmens kann wertvolle Erkenntnisse für die Bundespolitik zur Entwicklung des zukünftigen Marktdesigns liefern.

NEW 4.0 ist Teil des Förderprogramms „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“ (SINTEG) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Ziel ist es, in großflächigen „Schaufensterregionen“ skalierbare Musterlösungen für eine umweltfreundliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung bei hohen Anteilen erneuerbarer Energien zu entwickeln und zu demonstrieren. Im Zentrum stehen dabei die intelligente Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch sowie der Einsatz innovativer Netztechnologien und -betriebskonzepte. Die gefundenen Lösungen sollen als Modell für eine breite Umsetzung dienen.

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die fünf Schaufenster mit insgesamt über 200 Mio. Euro. Zusammen mit den zusätzlichen Investitionen der Unternehmen werden über 500 Mio. Euro in die Digitalisierung des Energiesektors investiert. SINTEG ist damit ein wichtiger Beitrag zur Digitalisierung der Energiewende. An den SINTEG-Schaufenstern sind über 200 Unternehmen und weitere Akteure, bspw. aus der Wissenschaft, beteiligt.

HAMBURG ENERGIE investiert seit seiner Gründung 2009 in regenerative Anlagen in Hamburg und der Region. Der städtische Versorger bietet seinen Kunden ausschließlich ökologische Energie an, die frei von Atom- und Kohlestrom ist. Als eines von drei Unternehmen wurde HAMBURG ENERGIE für dieses Engagement durch den TÜV SÜD als „Wegbereiter der Energiewende“ ausgezeichnet. HAMBURG ENERGIE engagiert sich in dieser Rolle auch in verschiedenen Forschungsprojekten insbesondere in den Bereichen Virtuelle Kraftwerke, Smart Grids, Regelenergie und Energieeffizienz für eine intelligente und innovative Umsetzung der Energiewende in Deutschland.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: HAMBURG ENERGIE, Ole Braukmann, 040 3344-1019, presse@hamburgenergie.de

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