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Erleben Sie die Energiewende in Hamburg

Mit einer spannenden Führung durch den Energiebunker

Der Energiebunker mit Photovoltaikanlage an der Fassade

Auf den ersten Blick ist der Wilhelmsburger Energiebunker ein unschöner Betonklotz. Schaut man genauer hin, hat das Kriegsdenkmal allerdings jede Menge zu bieten – und kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken.

1943 als Zeichen der „Wehrhaftigkeit“ gebaut, leistet der ehemalige Flakbunker seit seinem Umbau im Rahmen der IBA Hamburg im Jahr 2013 wunderbare Dienste für die Hansestadt. „Aus einem Monument des Krieges ist ein Signal des Aufbruchs in eine klimafreundliche Zukunft geworden“, hatte IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg im Rahmen eines Festaktes zu Ehren des fertiggestellten Projektes erklärt. „Es produziert nicht nur saubere Energie zur Versorgung des Viertels, sondern zeigt auf, wie lokale Ressourcen für die Produktion und Speicherung von Wärme genutzt werden können.“

Das Herzstück des Energiebunkers: der Pufferspeicher

Nachhaltiger Nutzen für Wilhelmsburg
Das Herzstück des Bunkers ist ein zwei Millionen Liter fassender Wasserspeicher als Großwärmepuffer, der als Zentrale eines Nahwärmenetzes für das Reiherstiegviertel dient. Der Speicher wird durch die Wärme eines Biomasse-Blockheizkraftwerks und einer Holzfeuerungsanlage sowie einer Solaranlage auf dem Dach betrieben. Hinzu kommt die Abwärme eines nahegelegenen Industriebetriebs.

Mit der intelligenten Verknüpfung der unterschiedlichen Energiequellen versorgt der Energiebunker das angrenzende Weltquartier und einen Großteil des Reiherstiegviertels mit Wärme. Gleichzeitig speist er „grünen“ Strom aus dem Blockheizkraftwerk und der auf der Südfassade installierten Photovoltaikanlage ins öffentliche Netz ein.

In der Endausbaustufe versorgt der Energiebunker 3.000 Haushalte mit Wärme und produziert über 2,5 Millionen kW/h Strom für die Anwohner. Durch die nachhaltige Ressourcennutzung kann er jährlich bis zu 6.600 Tonnen CO2 einsparen.

Rückblick mit modernsten Mitteln
Wer die ganze Geschichte des Bunkers erfahren möchte, kann das durch die Dauerausstellung im Energiebunker auf eine spannende und gleichzeitig sehr individuelle Weise tun: In und um den Bunker herum sind dreizehn Info-Würfel verteilt, auf denen QR-Codes zu finden sind. Mittels Scan über das Smartphone können Besucher Audio- und Filmbeiträge von Zeitzeugen abrufen und so die Geschichte des Bunkers und der unmittelbaren Umgebung an Ort und Stelle nachverfolgen.

Führungen

1. Wochenendführungen
Offene Touren, denen sich jeder Besucher anschließen kann. Genießen Sie Ihren Sonntagskaffee im Café Vju und runden Sie die entspannte Atmosphäre mit einer spannenden Geschichtsstunde über die Entwicklung des Energiebunkers ab.

Preise
Erwachsene 3,00 Euro.
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre nehmen an den Führungen kostenlos teil.

Anmeldung nicht nötig. Kommen Sie einfach sonnabends und sonntags um 14 Uhr, 15 Uhr oder 16 Uhr zum Café Vju in der 8. Etage im Energiebunker.

2. Fachführungen
Experten-Touren für Verbände, Delegationen und Unternehmen, bei denen die technischen Zusammenhänge innerhalb der Energiezentrale detailliert erläutert werden.

Preise
Gruppen (5 bis 20 Personen) pauschal 150 Euro.

Anmeldung: Senden Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Fachführung Energiebunker“ an energiebunker@hamburgenergie.de

Hier finden Sie weiitere Informationen zu  Öffnungszeiten und Veranstaltungen des Café Vju

Europäischer Fonds für regionale Entwicklung