Intelligente Fernwärmesteuerung

HAMBURG ENERGIE erhält Zuschlag für Wärmenetze 4.0

Um die Energiewende in Deutschland weiter voranzutreiben, spielt das Thema Wärme eine entscheidende Rolle. Denn: Der Großteil der hierzulande verbrauchten Energie aus Kohle, Gas und Öl wird für das Heizen und die Warmwassernutzung aufgewandt. Um das vorhandene Potential für den Ausbau erneuerbarer Energien zu nutzen, treibt HAMBURG ENERGIE daher speziell in Wilhelmsburg die Wärmewende weiter voran. Durch den Energieverbund und das Wärmenetz des Energiebunkers bietet sich dieser Stadtteil dafür besonders an.

Im Rahmen des Programms Wärmewende 4.0, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), prüft HAMBURG ENERGIE jetzt die Umsetzung einer intelligenten Wärmeinfrastruktur. Grundlage dafür sind die Erfahrungen, die bereits mit dem laufenden Forschungsprojekt Smart Heat Grid Hamburg gesammelt werden konnten. Insgesamt stehen die Nutzung von erneuerbaren Energien, der Einsatz innovativer Technologien sowie die effiziente Vernetzung von Abnehmer und Erzeuger im Fokus. Dafür wird jede Komponente des Systems geprüft und optimiert. Damit überschüssige Wärme nicht verloren geht und den Abnehmern bei Bedarf zur Verfügung steht, werden außerdem Speicher integriert.

Das zukünftige Wärmenetz der vierten Generation in Hamburg Wilhelmsburg hat zum Ziel, eine Infrastruktur aufzubauen, die Bestands- und Neubauten zum größten Teil mit Wärme aus erneuerbaren Energien versorgt – mit einem Netz, das die Wärme flexibel und effizient bereitstellen kann. So werden Neubauten im Wärmenetz hinter Bestandsgebäude geschaltet, denn die Rücklauftemperaturen aus dem Gebäudebestand sind in der Regel noch hoch genug, um direkt den nachgeschalteten Neubau beheizen zu können. Dadurch geht die vorhandene Wärme nicht mehr ungenutzt ins Wärmenetz zurück.

„Durch die Förderung unserer Machbarkeitsstudie haben wir die Möglichkeit, unser breites Know-how rund um das Thema intelligente Fernwärmesteuerung auszubauen und zu zeigen, dass die vorhandenen Ansätze auch im größeren Maßstab funktionieren.“

MICHAEL PRINZ
Technischer Geschäftsführer von
HAMBURG ENERGIE