Strom und Wärme fürs Quartier

Energie dort produzieren, wo sie ge- und verbraucht wird – das ist ein großes Anliegen der Energiewende. Das urbane Umfeld einer Metropole wie Hamburg stellt uns dabei vor große Herausforderungen, bietet aber auch eine Vielzahl von Möglichkeiten. Mit dem innovativen Nutzungskonzept für den ehemaligen Flakbunker in Wilhelmsburg zeigt HAMBURG ENERGIE bereits auf, wie aus einem zerstörten Kriegsmahnmal eine hocheffiziente Wärmezentrale zur Versorgung des umliegenden Viertels werden kann. Technologie und Geschichte verbinden sich bei einer Führung durch den Energiebunker.

Zusammen mit dem Bauverein der Elbgemeinden (BVE) hat HAMBURG ENERGIE diese Idee der lokalen Produktion und Versorgung für die Wohnungswirtschaft und Baugenossenschaften weiter konkretisiert. Die BVE-Wohnquartiere im Tegelsbarg, Raapeweg und Tinsdaler Heideweg, insgesamt über 200 Wohnungen, wurden mit Blockheizkraftwerken (BHKW) ausgestattet. Anfang 2015 erhält ein weiteres Wohnquartier des BVE mit 160 Wohnungen von HAMBURG ENERGIE eine entsprechende Anlage. Der hier erzeugte Strom wird nicht ins allgemeine Netz eingespeist, sondern direkt vor Ort den Anwohnern in Form von „MeinQuartierstrom“ zur Verfügung gestellt. Die Abwärme der Anlage wird zur Wärmeversorgung für Heizungen und Warmwasser genutzt.

Das lohnt sich – für die Umwelt und für die Verbraucher. Dank der kombinierten Nutzung von Wärme- und Stromproduktion erreicht ein BHKW Wirkungsgrade von über 90 Prozent, weit mehr als jedes konventionelle Kohlekraftwerk. Gleichzeitig ist der produzierte Strom für die Verbraucher besonders günstig, da bestimmte Gebühren für den lokal produzierten und vor Ort verbrauchten Strom nicht anfallen. Im Falle von „MeinQuartierstrom“ liegen die Bewohner in den Wohnquartieren des BVE, die jetzt durch ein BHKW von HAMBURG ENERGIE versorgt werden, mit 24 Cent pro Kilowattstunde fast fünf Cent unter dem Tarif des Grundversorgers.

Weitere Informationen und Ihren Ansprechpartner zu „MeinQuartierstrom“ finden Sie hier