Quartiersenergie für Billstedt in Startlöchern

HAMBURG ENERGIE stattet 140 Quadratmeter große unterirdische Heizzentrale aus

Mit einem Schwerlastkran ist heute das Kernstück der neuen Energieversorgung im Quartier Dudenweg der HANSA Baugenossenschaft (BG) in die unterirdische Heizzentrale von HAMBURG ENERGIE eingesetzt worden: Ein Blockheizkraftwerk, das zusammen mit zwei effizienten Gaskesseln zukünftig mehr als 600 Haushalte in Reihen- und Mehrfamilienhäusern mit Strom und Wärme versorgen wird. In Kombination mit Solarthermieanlagen auf drei Häuserdächern spart das neue Energiekonzept im Quartier zukünftig bis zu 850 Tonnen klimaschädigendes Kohlendioxid pro Jahr ein. 

Seit letztem Jahr modernisiert die HANSA BG ihr Wohnquartier Am Dudenweg im Hamburger Stadtteil Billstedt und erweitert es. Bis 2024 werden in mehreren Etappen bestehende Gebäude teils saniert, teils abgerissen und neue Gebäude errichtet. Für eine umweltfreundliche wie ebenso kostengünstige Energieversorgung des Quartiers setzt der städtische Versorger HAMBURG ENERGIE ein Konzept um, das nicht nur den Bewohnern, sondern auch dem Klima zugutekommt.

„Mit unseren Quartierslösungen verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz, dass Energie dort erzeugt wird, wo sie verbraucht wird“, so HAMBURG ENERGIE-Geschäftsführer Michael Prinz. Damit können Wohnungsunternehmen einen großen Beitrag zu den Klimaschutzzielen Hamburgs leisten. Immerhin fällt ein Viertel des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland in privaten Haushalten an, wovon 85 Prozent fürs Heizen und die Warmwasserbereitung benötigt werden. Besonders bei der Wärmeversorgung gibt es große Einsparpotenziale, die sie mit einem modernen Energiekonzept heben können. Das kommt Mietern und der Umwelt gleichermaßen zugute.

Dezentrale Energieversorgung deckt Bedarfe in Quartieren

„Als Partner der Hamburger Wohnungswirtschaft ist es unser Anspruch, effiziente Versorgungskonzepte zu finden, die sich an die individuellen Bedarfe von städtischen Quartieren anpassen“, erklärt Prinz. Für die HANSA-Siedlung am Dudenweg hat HAMBURG ENERGIE eine maßgeschneiderte Quartierslösung entwickelt, die der Kombination von Neubauten und Bestandsgebäuden Rechnung trägt. Dabei spielten die Reduzierung von CO2-Emissionen ebenso eine zentrale Rolle wie stabile Mietnebenkosten, wie Prinz unterstreicht: „Hamburg ist eine wachsende Stadt und die Menschen brauchen Wohnraum. Dabei dürfen Klimabelange aber nicht zu kurz kommen.“

Dezentrale Energieversorgungskonzepte wie Quartierslösungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie verbrauchernah Strom und Wärme für ein lokal begrenztes Gebiet produzieren. Energie dort zu erzeugen, wo sie gebraucht wird, ist effektiv und klimafreundlich – insbesondere, wenn erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Die Leistung dezentraler Quartierslösungen ist in der Regel auf die Deckung des Energiebedarfs der angeschlossenen Verbraucher in einem Gebiet ausgelegt. Eventuell entstehende Überschüsse können ins allgemeine Netz eingespeist werden.

Energie „aus dem eigenen Vorgarten“

Das HANSA-Quartier am Dudenweg zeichnet sich durch eine Kombination von Energieerzeugungsanlagen aus. Ein Blockheizkraftwerk erzeugt neben Wärme auch Strom. Zudem liefern Solarthermieanlagen auf drei Hausdächern Energie zum Heizen und zur Warmwasserbereitung.

Mittelpunkt der Quartierslösung am Dudenweg ist eine 140 Quadratmeter große Energiezentrale, die unterirdisch auf dem Gelände verbaut ist. Dort werden ebenfalls alle notwendigen Nebenanlagen wie beispielsweise Wärmespeicher, Lüftung und Pumpen errichtet. Zwei moderne Heizkessel und ein effizientes Blockheizkraftwerk mit einer thermischen Gesamtleistung von 2.400 Kilowatt werden hier zukünftig 614 Haushalte in Reihen- und Mehrfamilienhäusern versorgen.

Über die Wärmeversorgung hinaus bietet HAMBURG ENERGIE den Quartiersbewohnern auch an, ihren Strom über das Produkt MeinQuartierstrom zu günstigeren Konditionen als marktüblich zu beziehen. „Die Menschen in der Siedlung am Dudenweg beziehen damit ihre Energie quasi aus dem eigenen Vorgarten und das zu attraktiven Preisen. Und ganz nebenbei tun sie damit noch was fürs Klima“, fasst Michael Prinz zusammen.

Die Umsetzung erfolgt mit Förderung aus dem Operationellen Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), vergeben durch die Behörde für Umwelt und Energie (BUE). Solarthermie und Wärmenetz werden gefördert nach dem Programm „Erneuerbare Wärme“ von der IFB Hamburg.

Das BHKW kommt durch ein Loch in der Kellerdecke in die unterirdische Energiezentrale "eingeflogen".

Blick auf das Baufeld - die abgesteckte Fläche ist die Energiezentrale, die neben dem BHKW auch alle Nebenanlagen wie Wärmespeicher, Lüftung und Pumpen errichtet.

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