2009 – Mission Energiewende

29.08.2019

Das Jahr 2009 startete für HAMBURG ENERGIE mit einem formellen Akt: am 18. Mai 2009 gab die damalige Umweltsenatorin Anja Hajduk (Grüne) auf einer Pressekonferenz die Gründung eines städtischen Energieversorgers bekannt. Ein halbes Jahr später, am 7. September 2009, war es dann so weit: HAMBURG ENERGIE ging erstmals mit einem eigenen Angebot an den Markt – 100% Ökostrom, frei von Kohle und Atomstrom.

"Der Klimaschutz ist eine Aufgabe, der wir uns nicht nur in Hamburg stellen müssen, der wir uns als internationale Metropole mit Verbindungen in die ganze Welt aber besonders verpflichtet fühlen. Mit HAMBURG ENERGIE leisten wir einen weiteren Beitrag, die CO2-Emissionen zu reduzieren – und alle Hamburgerinnen und Hamburger haben die Möglichkeit, ihren Teil dazu beizutragen."

Ole von Beust (CDU), 1. Hamburger Bürgermeister 2001–2010

Mit dem Marktstart von HAMBURG ENERGIE waren verschiedene Ziele und Herausforderungen verbunden, die in einem Manifest zur Energiewende festgehalten wurden. Unser Auftrag ist darin verankert – und gilt nach wie vor.

HAMBURG ENERGIE sollte sich als städtischer Energieversorger für eine umweltfreundliche und nachhaltige Versorgung engagieren und hier vor Ort in Erneuerbare Energien investieren. Bereits im Dezember 2009, nur drei Monate nach dem Marktstart, nahmen wir die erste Solaranlage auf dem Energieberg in Betrieb. Heute sind wir der größte Produzent von Sonnen- und Windenergie in der Hansestadt. Dieses regionale Engagement für Hamburg unterscheidet uns damals wie heute von allen bundesweiten Wettbewerbern.

Gemeinsam mit den Hamburgerinnen und Hamburgern wollen wir die Energiewende vorantreiben. Den Marktstart begleitete die aus dem Manifest abgeleitete Kampagne „Ich schliess mich an“, für die verschiedene Hamburger Persönlichkeiten gewonnen werden konnten, zum Beispiel die ehemalige Tagesschausprecherin Dagmar Berghoff und Corny Littmann, Besitzer des Schmidt Theaters und des Schmidts Tivoli.

Die Kampagne von 2009

Aus Hamburg. Für Hamburg.

Als städtischer Energieversorger beschränken wir bis heute unser Angebot auf Hamburg und die Metropolregion. Trotz des in Hamburg stark umkämpften Strommarktes und den teilweise langen Laufzeiten, mit denen Wettbewerber ihre Kundinnen und Kunden an sich banden, verzeichnete HAMBURG ENERGIE bereits drei Monate später über 3.000 Kunden.

Ende des Jahres konnte HAMBURG ENERGIE außerdem das erste eigene Ökokraftwerk in Betrieb nehmen. Am 18. Dezember wurde auf dem Energieberg in Georgswerder die damals größte freistehende Photovoltaikanlage Hamburgs eingeweiht. Im Rahmen des IBA-Projekts „Erneuerbares Wilhelmsburg“ wurden auf der ehemaligen Mülldeponie in Hamburg-Georgswerder über 1.600 Photovoltaik-Module mit einer Gesamtfläche von etwa 5.000 Quadratmetern installiert. Rund 400.000 Kilowattstunden Ökostrom aus Sonnenkraft produzieren sie jedes Jahr.

Die Deponiefläche, auf der die Anlage steht, hat die Größe etwa eines Fußballfeldes, und ist heute als Energieberg für die Öffentlichkeit zugänglich. Die größte Herausforderung beim Bau war der Untergrund aus etwa 7.000.000 Kubikmetern Haus- und Sondermüll, der hier bis 1979 eingelagert wurde. Um die Abdeckung der Deponie nicht zu beschädigen, mussten beim Bau der Photovoltaik-Anlage flache Spezialfundamente verwendet werden.