HAMBURG ENERGIE bei #EntrepreneursForFuture

Gemeinsam mit über 1300 Unternehmen unterstützt HAMBURG ENERGIE die Forderungen von #FridaysForFuture. Denn wir brauchen jetzt ein klares politisches Bekenntnis für den Klimaschutz.

24.05.2019

17.000 junge Menschen in Hamburg, über 300.000 in ganz Deutschland: Inspiriert von dem Engagement der Schwedin Greta Thunberg, die bereits seit 40 Wochen für einen besseren Klimaschutz streikt, gingen auch am heutigen Freitag wieder tausende Menschen bei #FridaysForFuture auf die Straße.

Ihre Forderungen unterstützen über 23.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die bei der Initiative #ScientistsForFuture unterzeichneten. Die Fakten liegen auf dem Tisch, teilweise schon seit über 30 Jahren.

HAMBURG ENERGIE wurde 2009 als städtischer Energieversorger mit dem Auftrag gegründet, die Energiewende in Hamburg voranzutreiben und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Wir investieren in Hamburg und der Region in Erneuerbare Energien und entwickeln innovative Konzepte für die Energieversorgung von morgen. Und wir beliefern unsere Kundinnen und Kunden ausschließlich mit 100 % Ökostrom.

Doch bei allen Bemühungen sehen wir auch, wie die Energiewende an Fahrt verliert und rechtliche Rahmenbedingungen innovative Lösungen für eine nachhaltige Versorgung behindern.

 

Im Namen von HAMBURG ENERGIE unterzeichnete deshalb unser Geschäftsführer Michael Prinz die Stellungnahme der Initiative #EntrepreneursForFuture. Gemeinsam mit über 1300 Unternehmen stehen wir hinter dem Pariser Klimaschutzabkommen und unterstützen diese Forderungen:

  1. Eine wirksame und planbar steigende CO2-Bepreisung für alle Sektoren. Investitionen werden so in eine kohlenstoffarme Infrastruktur, Technologien und Produkte gelenkt.
  2. Energiewende beschleunigen. Schneller, gesetzlich verankerter Kohleausstieg im Einklang mit den deutschen Klimaschutzzielen. Eine Energieeffizienzstrategie zur Verankerung von Efficiency First, Steuerförderung für Gebäudesanierungen sowie ein ambitioniertes Gebäude­energiegesetz mit Vorbildrolle der öffentlichen Hand. Deutschland, Europa und die Welt können technisch zu 100% aus erneuerbaren Energien versorgt werden.
  3. Divestment und Abschaffung klimaschädlicher Subventionen bis zum Jahr 2025. So haben es Deutschland und die anderen G7-Staaten beschlossen.
  4. Eine Mobilitätswende, die auf Verkehrsvermeidung, öffentlichen Verkehr, umwelt­freundliche und geteilte Verkehrsmittel sowie CO2-freie Antriebssysteme setzt. Wir brauchen die Besteuerung des Flugverkehrs (Kerosinsteuer) und reduzierte Umsatzsteuern auf öffentliche Verkehrsmittel im Nah- und Fernverkehr sowie auf Produkte und Dienstleistungen des Radverkehrs.
  5. Eine Agrar- und Ernährungswende. Die Subventionspolitik in der Landwirtschaft und die Rahmenbedingungen für die Ernährungswirtschaft müssen in Einklang mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung stehen – und mit wirksamen Maßnahmen wie der Ausdehnung einer ökologischen und klimaschonenden Landwirtschaft und der Förderung entsprechender Ernährungs- und Konsumstile unterstützt werden.
  6. Kreislaufwirtschaft forcieren. In der Regel ist die Nutzung von Sekundärrohstoffe der Nutzung von Primär­rohstoffen überlegen, da sie mit weniger Energieaufwand hergestellt werden können und auf geringere Transportwege angewiesen sind. Rücknahme-, Recycling-, Wieder­verwertungs­quoten müssen nicht nur gesetzt, sondern auch durchgesetzt werden.
  7. Aufbau eines Klima-Innovationsfonds für etablierte Unternehmen und Startups, die innovative Lösungen für die Steuerung/ Bewältigung der Klimakrise realisieren.
  8. Ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz, das eine dekarbonisierte Wirtschaft im Einklang mit dem in Paris vereinbarten 1,5°C Ziel erreicht.

Als ökologischer Energieversorger setzen wir voller Überzeugung auf Klimaschutz! Doch die Politik ist jetzt gefragt, die richtigen Weichen für eine nachhaltige Zukunft zu stellen.

Wir leisten unseren Beitrag dafür gerne.