#wirbleibenzuhause

Auch an HAMBURG ENERGIE geht die aktuelle Situation nicht spurlos vorbei. Als zuverlässiger Energieversorger, vertrauenswürdiger Geschäftspartner und verantwortungsbewusster Arbeitgeber nehmen wir die Corona-Pandemie sehr ernst. Seit dem 16. März sind deshalb alle Kolleginnen und Kollegen bei HAMBURG ENERGIE aufgerufen, ihre Arbeit aus dem Homeoffice wahrzunehmen.

Die Gründe

Als Tochterunternehmen von HAMBURG WASSER teilen wir uns einen gemeinsamen Verwaltungs- und Bürostandort auf einem Wasserwerksgelände in Rothenburgsort. Wir haben deshalb nicht nur eine Verantwortung untereinander und gegenüber den gut 100 Kolleginnen und Kollegen bei HAMBURG ENERGIE. Damit HAMBURG WASSER die Versorgung sicher gewährleisten kann, braucht es technisches Personal, welches die Wasserwerke, das Klärwerk und unsere Trink- und Abwassernetze überwacht. An unserem Standort in Rothenburgsort befindet sich eine von mehreren Leitwarten, von wo aus zentral die Anlagen und Netze überwacht und gesteuert werden. Um also nicht nur eine Ausbreitung des Virus untereinander zu verlangsamen, sondern insbesondere die Kolleginnen und Kollegen bei HAMBURG WASSER zu schützen, die im schlimmsten Notfall alles am Laufen halten, hat unsere Mannschaft ihre Arbeitsplätze verlagert: aus dem Büro ins Homeoffice.

Natürlich ist das aber nicht alles. Viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Familien und damit kleine oder große Kinder, deren Schulen oder Kitas geschlossen sind. Sie müssen betreut, beschäftigt oder mit den gelieferten Materialien zu Hause selber unterrichtet werden. Doch wie ist es eigentlich, wenn plötzlich alle von zu Hause zu arbeiten? Wir haben eine Kollegin und zwei Kollegen direkt gefragt, wie sich der Alltag verändert hat.

Yvonne Wantikow, Betriebsführung

Wie geht’s dir? Das ist die häufigste Frage, die wir dieser Tage in Chats, Telefonaten und Videokonferenzen hören. „Eigentlich geht’s gut,“ ist die Antwort unserer Kollegin Yvonne Wantikow, bevor sie genauer wird. „Mit viel Geduld und Kaffee geht’s.“ Yvonne arbeitet in der Betriebsführung von HAMBURG ENERGIE. Und unterrichtet nebenbei ihre Tochter. „Gerade für Kinder ist es in diesen Tagen natürlich schwierig zu verstehen, wenn man zwar den ganzen Tag zu Hause ist, aber eben trotzdem arbeiten muss.“ Yvonne teilt sich die Tage ein: früh anfangen, jeden Morgen um 9 eine kurze Telefonkonferenz mit dem Team, vormittags dann Schularbeiten mit der Tochter. „Nachmittags unterstützen mich dann meine beiden Großen wieder, das hilft.“ Das Team der Betriebstechnik steuert und überwacht die Windräder, Solaranlagen und Blockheizkraftwerke von HAMBURG ENERGIE. Das klappt tatsächlich sogar ganz gut von zu Hause. „Dank unseres HYPE-Systems war der Umstieg aufs Homeoffice gar kein Problem. Wir haben ja jetzt schon alle unsere Ökokraftwerke digital angeschlossen und behalten dadurch alles im Blick.“, erklärt Yvonne Wantikow. Die HYPE-Energieplattform von HAMBURG ENERGIE ist ein Ergebnis des Forschungsprojektes SMART POWER HAMBURG, welches in Kooperation mit der HAW Hamburg, der RWTH Aachen und der Stadt Hamburg durchgeführt wurde.

Jannik Tröbst, Beschaffung

Doch trotz erfolgreicher Digitalisierung, regelmäßigen Telefonaten und Videokonferenzen bleibt die Distanz eine besondere Herausforderung, auch für unseren Kollegen Jannik Tröbst: „Eine Telefonkonferenz ersetzt nicht den Austausch im Büro. Einfach mal eine Idee zu äußern und schnelles Feedback zu erhalten, das geht so nicht mehr.“ Von heute auf morgen in den eigenen vier Wänden ein Büro einzurichten, stellt unsere Mitarbeiter mitunter vor ganz andere Herausforderungen. „Ich musste mir erst einmal einen Bürostuhl besorgen,“ beschreibt unser Kollege Jannik seine Situation zu Hause. „Ich hatte nicht einmal einen richtigen Schreibtisch hier – und meine Küchenstühle waren auf Dauer für so einen ganzen Bürotag auch sehr unbequem.“ Trotzdem ist auch er sehr positiv überrascht, wie gut alles funktioniert und wie engagiert sich das Team auf die neue Situation eingestellt hat. „Unsere Projektwand mit unseren vielen Klebezetteln mussten wir erst einmal digitalisieren, dass ging nicht ganz so schnell.“ Seitdem klappt ansonsten auch über die Entfernung alles sehr gut. Aber die Arbeit ist eben auch nicht alles. „Gerade die private Zeit mit den Kolleginnen und Kollegen fehlt mir. Mal über was Anderes zu sprechen, als nur über die Arbeit, zum Beispiel beim Mittagessen – das kommt in diesen Tagen häufig zu kurz.“

Christian Schulze, Produktmanager

Etwas anders sieht das bei unserem Produktmanager Christian Schulze aus. Er teilt sich eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit seiner Freundin, die als Grundschullehrerin arbeitet. „Sich auf so kleinem Raum miteinander zu arrangieren stellt uns schon vor einige Herausforderungen.“, erläutert Christian die Situation. Über den Tag nimmt er an vielen Telefonkonferenzen teil, muss aber auch konzentriert an den regelmäßigen Kalkulationen für die Tarife von HAMBURG ENERGIE arbeiten. „Meine Freundin führt parallel natürlich Elterngespräche und stimmt sich im Kollegium ab, braucht Platz für die verschiedenen Aufgabenblätter und auch mal ihre Ruhe, um diese zu entwickeln. Da fällt es nicht leicht, alles miteinander abzustimmen – aber wir kriegen das hin.“

Am Ende finden sich für viele Herausforderungen dann doch innovative Ideen. Einige Kollegen haben zum Beispiel einen privaten Videoraum eröffnet, der jetzt das zwanglose Treffen von Kolleginnen und Kollegen außerhalb der Arbeit möglich macht – ob zu einer Tasse Kaffee oder zum Feierabendbier. Und die Not macht auch manchmal erfinderisch. „Meine Freundin hat jetzt eine analoge Dropbox,“ erzählt uns Christian. „Vor unserer Haustür steht eine Kiste, aus der sich ihre Schüler die Aufgaben abholen können. Und damit das nicht ganz so distanziert ist, legt sie auch immer noch ein paar schöne Kleinigkeiten dazu.“ Eine persönliche Aufmerksamkeit in einer Zeit, in der wir alle aus Fürsorge auf Distanz bleiben müssen.