"Ökologie darf nicht nur was für wohlhabende Leute sein."

30.06.2021

Mit der Energiewende können wir einen enorm wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wie sich Hamburgs Bürgerinnen und Bürger ganz direkt daran beteiligen können erklärt unser Geschäftsführer Michael Prinz im "ZEIT für Klima"-Podcast. Es geht aber auch um Kindheitserinnerungen, das Ruhrgebiet, die Kohleindustrie und innovative Alternativen, die heutige Technologien für den bestmöglichen Klimaschutz kombinieren.

 

Es gibt vier große Hebel, um klimabewusster zu leben: weniger Flugreisen unternehmen, statt des Autos mehr das Fahrrad oder den ÖPNV nutzen, weniger Fleisch essen oder besser gleich ganz darauf verzichten – und natürlich bei der eigenen Energieversorgung auf echten Ökostrom umstellen. Letzteres haben wir bereits 2019 in einer umfassenden Studie herausgestellt. Michael Prinz erläutert im Podcast auch noch einmal den größten im Vergleich zu den anderen Punkten ohne persönlichen Verzicht möglich und dennoch ein enorm wichtiger Beitrag für den Klimaschutz.

ZEIT für Klima – Wie geht ökologische Energieversorgung?

Seit der Gründung von HAMBURG ENERGIE im Jahr 2009 haben wir keine einzige Kilowattstunde Kohle- oder Atomstrom verkauft oder produziert. Als städtischer Ökostromversorger setzen wir ausschließlich auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Dafür haben wir über die letzten 10 Jahre über 120 Millionen Euro hier in Hamburg und der Region investiert – in Windkraftanlagen im Hamburger Hafen und Solaranlagen auf den Dächern unserer Stadt. Heute sind wir der größte Produzent von Ökostrom aus Sonne und Wind in Hamburg. Mehr zu unseren eigenen regionalen Erzeugungsanlagen erfahren sie im Bereich Energieerzeugung. Mittlerweile gewinnen wir so viel Ökostrom hier vor Ort, wie etwa 70 % unserer Privatkund:innen verbrauchen. Dieses Engagement bestätigt uns auch das Grüner Strom-Label, das Ökostrom-Label der Umweltverbände Nabu und BUND.

Das reicht uns aber noch nicht. Zentral für die Energiewende ist nämlich auch die Wärmeversorgung. Zwei Drittel der Gesamtenergie in Privathaushalten geht für Warmwasser und Heizen drauf. Hier arbeiten wir an Lösungen, zum Beispiel mit dem Forschungsprojekt „Integrierte Wärmewende Wilhelmsburg", kurz IW³. Das vom Bundeswirtschaftsministerium als "Reallabor der Energiewende" geförderte Projekt soll als Blaupause für Städte und Gemeinden Norddeutschland dienen, wie Erdwärme für die Wärmeversorgung und damit für den Klimaschutz genutzt werden kann. Was genau erprobt wird, warum diese Idee hoffentlich bald in ganz Deutschland kopierbar sein wird und welche Schritte wir in der Energiewende ganz allgemein noch gehen müssen, erzählt Michael Prinz in dieser Folge von "ZEIT für Klima".

ZEIT für Klima

Die Klimaerwärmung ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit. Dass wir etwas verändern müssen, ist uns klar. Wo aber ansetzen? Ob Finanzwirtschaft oder Mobilität in der Stadt – unsere Welt ist so vernetzt, dass wir übergreifende Lösungen brauchen. Im ZEIT für Klima-Podcast nehmen wir uns die Zeit, über das Klima zu sprechen. In jeder Folge lernen wir Menschen und Unternehmen kennen, die daran arbeiten, eine nachhaltige, ressourcenschonende und faire Gesellschaft zu gestalten. So werfen wir ein Schlaglicht auf einzelne Bereiche in der Hoffnung, aus der großen Klimafragen, einige kleine Fragen beantworten zu können.